WIDEX-BLOG
Tanja Bülters Weihnachtsbäckerei

Stresstest für die Ohren

Teig wird geknetet, Plätzchen werden ausgestochen und es duftet himmlisch nach Vanille, Zimt und Kardamom. Aber wissen Sie eigentlich, welchen Lärm welche Küchenhelfer verursachen? Sie werden überrrascht sein ...

Kinder lieben es, Teig zu kneten, Plätzchen auszustechen, durchs Backofenfenster zu schauen. Natürlich auch meine kleine Tochter Mina (4), mit der ich jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit eifrig knete und backe. Wir drehen die Weihnachtsmusik auf und los geht’s! Aber wussten Sie, dass dabei jeder Mensch Lautstärke anders empfindet? Wo der eine beispielsweise laute Musik mag, stört sie den anderen längst.

Unabhängig davon gibt es nachweislich bestimmte Lautstärkegrenzen, ab denen das Gehör Schaden nehmen kann. Ob Ihnen das beim Backen auch passieren kann?
Küchenmaschinen sind in Sachen Lärmpegel jedenfalls ganz weit vorn, sie erreichen Werte von über 90 Dezibel und belasten das Ohr damit ebenso wie eine vielbefahrene Straße. Aber keine Sorge, ein Hörschaden droht beim vorweihnachtlichen Mixen und Rühren dennoch nicht. 

Wir kneten jedenfalls mit der Hand – schon weil es herrlich ist, mit beiden Händen im Teig zu stecken. Es gibt einfache Butterplätzchen, die man schön verzieren kann. Mit diesem Rezept (siehe unten) habe ich schon mit meiner Mama in der Küche gestanden und gebacken. Damit kann man wirklich fast nichts falsch machen und hat schnell ein Erfolgserlebnis, was für die lieben Kleinen ja sehr wichtig ist. Wir haben eine klare Aufgabenteilung: Ich darf den Teig rollen und Mina sticht die Plätzchen aus und legt sie auf das Blech. Logo, dass dabei nicht immer alles glatt läuft. Aber der gemeinsame Spaß steht ja hier im Vordergrund. Und sie fühlt sich schon wie eine ganz „Große“, wenn sie das alles alleine machen darf.

Während die Plätzchen im Ofen backen, wird natürlich geschleckt. Das habe ich schon als Kind geliebt. Zum Verzieren kam dieses Mal sogar mein Großer (Nicolas, 9) dazu, weil die bunten Streusel und Smarties ja nicht zwingend alle auf die Plätzchen müssen ...

Nach der Küchenschlacht sehen nicht nur wir ziemlich wild aus, sondern auch die Wohnung. Und wie von Zauberhand sind zum Aufräumen plötzlich alle verschwunden. Egal, erstmal ein Tässchen Kaffee - womit wir beim Vizelärmmeister wären: der Kaffeemühle. Wer wie ich seine Bohnen frisch mit einer elektrischen Mühle mahlt, setzt sich ebenfalls einem Lärmpegel von etwa 80 Dezibel aus, was von den meisten als laut empfunden wird.

Im Anschluss verschluckt der Staubsauger die letzten Zuckerstreusel. Neue Geräte dürfen ab September 2017 nicht lauter als 80 Dezibel sein, ältere Modelle liegen aber oft noch weit über diesem Wert und sind daher alles andere als Balsam für die Ohren.

Am Ende sind alle Spuren unseres tollen Minievents beseitigt und jetzt wird die ganze Familie verwöhnt. Denn Mina ist megastolz auf das Ergebnis, das jetzt teilweise Oma, Opa und Freunde von ihr geschenkt bekommen. Und Ihnen allen wünsche ich jetzt auch viel Freude beim Backen!


Hier ist das ultimative Plätzchen-Rezept meiner Omi. Geht ganz einfach.

Zutaten

250 g weiche Butter
250 g Zucker 
2   Eier
500 g Mehl 
1/2 Pck. Backpulver 
etwas Puderzucker für die Glasur
etwas Zitronensaft für die Glasur

Zubereitung
Butter, Zucker und 2 Eier mit dem Mixer verrühren. Dann das Mehl, vermischt mit 1/2 Päckchen Backpulver nach und nach unterrühren.
Wenn möglich, den Teig ein paar Stunden stehen lassen, muss aber nicht zwingend sein.

Nun den Teig mit etwas Mehl dünn ausrollen, ausstechen und bei ca. 200° 5 - 8 Minuten backen, bis die Ränder leicht braun sind.
Jetzt sind die Kekse zwar noch etwas weich, aber beim Abkühlen werden sie dann hart.

Nun gesiebten Puderzucker mit etwas Zitronensaft zu einer dickflüssigen Glasur verrühren und auf den abgekühlten Keks mit einem Pinsel auftragen.