WIDEX-BLOG
Tanja Bülter und Modedesigner Christoph Maria Kretschmer

Interviews mit den großen Stars - was wirklich beim Fernsehen passiert

Veröffentlicht29-10-2019
Aktualisiert29-10-2019

Für ihre Arbeit als TV-Moderatorin interviewt Widex Hörsystem-Trägerin Tanja Bülter häufig die ganz großen Stars. Worauf es bei Tanjas Job ankommt und wie George Clooney schon einmal zu Tanjas Retter in der Not wurde, verrät sie in diesem Blog. 

Als ich vor 20 Jahren nach meinem Studium ein Volontariat beim Fernsehen begann, lief vieles noch anders. Geschnitten wurde noch am Band, es gab noch kein HD und Online-Medien kamen gerade erst auf. Dagegen scheint mein Job jetzt ein ganz anderer zu sein. Umso wichtiger, dass ich bei dem Wandel den Überblick behalte und mit meinem Hörsystem Widex Evoke die Unterstützung habe, die ich für meinen Beruf brauche. Denn wer will sein Gegenüber schon gerne schlecht verstehen oder von ihr oder ihm falsch verstanden werden?

Ich plaudere heute ein bisschen aus meinem Alltag beim Fernsehen. Und so viel vorab: die großen Stars wie Brad Pitt, die ich oft interviewe, haben die gleichen Probleme und Sorgen wie wir...

Immer die Uhr im Blick
Einer meiner ersten Chefs hat mir erklärt, dass es immer einen guten Eindruck macht, "geschäftig" zu wirken. Vielleicht ist das ein Grund, warum viele immer sehr zügig über die Flure huschen. Ich liebe meinen Job, auch wenn das Arbeiten oft hektisch und unter Zeitdruck geschieht. Als Moderatorin und Journalistin stehe ich seit vielen Jahren vor und hinter der Kamera, bin nah dran an VIPs und produziere auch selber Beiträge für Sendungen.
George Clooney war einmal mein Retter in der Not als ich während der Berlinale am Absatz hängen blieb und die Treppe fast runterfiel. Ich konnte mich in letzter Sekunde rettend an ihn klammern und er hatte dazu noch einen lustigen Spruch.
Der Beitrag hat es in sich

Beiträge für das Fernsehen zu erstellen, ist viel aufwändiger, als man sich das gemeinhin vorstellt. Von der Planung über die Recherche bis hin zum Dreh und dann letztlich der Verarbeitung im Schnitt vergeht viel Zeit. Ein Beitrag einer mehrstündigen Oscar-Verleihung wird gerne mal auf 2 Minuten Länge gekürzt. Das ist dann häufig gar nicht so einfach: Oft ist es viel schwerer, sich kurz zu fassen als eine lange Reportage zu erstellen.

Denn wir haben ja immer Sie, also unsere Zuschauer, vor Augen. Was interessiert Sie? Und so geben wir uns bei der Produktion größte Mühe, Service, tolle Bildsprache und verständliche Texte zusammen zu bringen. Dabei sitze ich dann vorher am Computer und sichte die Interviews und Bilder und Videoaufnahmen. Hier kommt es ganz oft auch auf die Zwischentöne an. Als Hörsystem-Trägerin ist es für mich enorm wichtig, alles genau zu verstehen. Das ist vor allem bei englischsprachigen Interviews, die ich dann ins Deutsche übersetze, sehr hilfreich für mich.

 



Wie Star-Interviews wirklich ablaufen

Da ich im Boulevard-Bereich arbeite, habe ich schon viele Stars interviewt: George Clooney, Charlize Theron, Michael Jackson, Robbie Williams, Lewis Hamilton...  Auf diese Begegnungen bereite ich mich akribisch vor, recherchiere aktuelle Projekte, neue Filme und den neusten Klatsch und Tratsch. Oft kommt es auch zu ein paar privaten Einblicken. So war ich sehr gerührt, als mir 007-Star Sean Connery erzählt hat, dass er nur gedreht hat, als seine eigenen Kinder klein waren und die verlorene Zeit bedauert. Wickeln gelernt hat er dann bei seinen Enkelkindern. George Clooney war mal mein Retter in Not, als ich während der Berlinale am Absatz hängen blieb und die Treppe fast runterfiel. Ich konnte mich in letzter Sekunde, rettend an ihn klammern und er hatte dazu noch einen lustigen Spruch. Nicht nur deshalb ist er einer meiner absoluten Lieblingsstars! Jamie Foxx wollte für seine Schwester unbedingt mein Jackett, das ich anhatte, kaufen. Und so habe ich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Modelabel zu bewegen, ihm vor seiner Abreise etwas zu schicken.

Wie bitte? Gibt’s nicht!
 
Auf „Zack“ zu sein, einen netten Spruch auf den Lippen zu haben – all das funktioniert natürlich nur, wenn man sein Gegenüber gut versteht. Mein Hörgerät gibt mir dafür genügend Sicherheit. Denn wäre es nicht super peinlich, wenn ich jemanden wie Madonna oder Dirk Nowitzki mitten im Gespräch dauernd mit einem „Hä, wie bitte?“ konfrontieren würde!

Ich hoffe, Ihnen haben diese kleinen Einblicke in die Welt des Fernsehens gefallen. 

Bis bald,
Ihre Tanja Bülter

Impressionen aus dem Arbeitsalltag von Tanja Bülter