WIDEX-BLOG

Mario Adorf ruft zum Hörtest auf.

Das Hörvermögen ist von großer Bedeutung für die Lebensqualität und eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Das weiß auch der Schauspieler und bekennende Hörgeräteträger Mario Adorf aus eigener Erfahrung und empfiehlt, möglichst frühzeitig einen Hörtest zu machen.
Herr Adorf, Sie sind Botschafter für gutes Hören von Widex und motivieren Menschen, einen Hörtest machen zu lassen. Wie war das bei Ihnen, als Sie sich entschlossen haben, den Hörtest zu machen? Wann kam dieser Punkt, an dem Sie dachten "Jetzt muss ich doch etwas tun.?"

Mario Adorf: Es war eine Kollegin von mir, mit der ich gearbeitet habe. Die sagte während einer Theaterprobe zu mir „Du hörst nicht mehr gut.“ Und sie zeigte mir ihr Hörgerät. [Lacht] Sie hat mich dann einfach auch zu einem Hörgeräte-Akustiker geschickt und so bin ich zu meinem ersten Hörgerät gekommen.

Was ist Ihnen durch den Kopf gegangen, als sich herausstellte, dass Sie ein Hörgerät brauchen?

Mario Adorf: Einerseits war ich sehr entspannt und habe damals gedacht, ich brauche keine Brille, das ist schon schön, aber dafür höre ich jetzt eben nicht mehr so gut, man kann eben nicht alles haben. Und deshalb war ich für mich selbst auch sehr schnell mit der Entscheidung für Hörgeräte. Aber der Gedanke hat mich trotzdem lange gestört. Ich dachte "Um Gottes willen, jetzt giltst du sozusagen als jemand, der nicht mehr gut hört. Und als ich merkte, dass ich nicht mehr alles so mitkriege, dass ich die Pointe eines Witzes nicht verstehe, dass ich in der Unterhaltung irgendwie hinterherhinke, weil ich nicht immer nachfragen wollte, was war das gerade und worüber lachen die jetzt gerade? Das hat mich schon gestört und anfangs fiel es mir auch schwer, das zu sagen. Ich habe dann lange so getan, als hörte ich: Ich habe im Gespräch ein interessiertes Gesicht gemacht mit „Ah so, ja, hm, ja, ja“, aber ich habe nicht gehört, was gesagt wurde und habe mich gescheut nachzufragen.

Hat sich die Scheu im Umgang mit der Hörminderung im Laufe der Zeit gelegt?

Mario Adorf:
Ja. Durchaus. Es dauerte allerdings lange, bis ich dahin kam, es gegenüber anderen zuzugeben und auszusprechen. Das ist ein Prozess, die Hemmschwelle zu überwinden.

Hat sich Ihr Leben mit dem Hörsystem verändert?

Mario Adorf: Ja, sogar sehr. Weil ich mir gar nicht mehr vorstellen könnte, ohne Hörsysteme auszukommen.

Allein in Deutschland hören geschätzt 15 Millionen Menschen nicht mehr gut, darunter immer mehr junge Menschen. Die Konsequenzen sind häufig Isolation, Unsicherheit, mangelndes Selbstbewusstsein. Sie engagieren sich gemeinsam mit Widex für besseres Hören. Was empfehlen Sie Menschen mit einer beginnenden Hörminderung?

Mario Adorf:
Möglichst schnell einen Hörtest zu machen, um festzustellen, ob man wirklich schon schlecht hört – und das sollte man möglichst früh machen!