Hörminderung

Erfahren Sie, was Hörminderung bedeutet, welche Ursachen sie hat und was Sie dagegen tun können.

Wie bitte? Was passiert, wenn das Hörvermögen nachlässt?

Eine Hörminderung ist keine Seltenheit. In Deutschland haben über 10 Millionen Menschen Hörprobleme. Hörminderung bedeutet, dass manche Töne nicht mehr hörbar sind. Sprache klingt dann undeutlich und Musik wird als verzerrt wahrgenommen. Die Ursachen für Schwerhörigkeit sind vielfältig. In der Regel lässt sich jedoch ein Hörverlust sehr gut und unauffällig mit modernen Hörsystemen ausgleichen.
Warum das Hören und Verstehen schwerer fällt
In welcher Lautstärke Töne in einem bestimmten Tonbereich gehört werden, hat maßgebliche Auswirkungen auf das Verstehen von Sprache.

Jeder Sprachlaut hat innerhalb der sogenannten Sprachbanane (markiertes Feld in der Graphik) eine bestimmte Position, die sich durch die Tonhöhe und die Lautstärke ergibt. Je nach Art der Hörminderung können bestimmte Sprachlaute nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr verstanden werden. Die Sprache wirkt dann undeutlich, was das Verstehen erschwert.

Auch Musikgenuss ist je nach Art der Schwerhörigkeit nur noch eingeschränkt möglich, da mache Tonbereiche nicht mehr hörbar sind und der Klang der Musik dadurch verfälscht wirkt.
Ich höre wieder und genieße das Leben – Machen Sie einen Hörtest!“
Mario Adorf ist Botschafter für gutes Hören. Er trägt Hörsysteme von Widex und empfiehlt einen frühzeitigen Hörtest.

Schwerhörigkeit – die häufigsten Ursachen einer Hörminderung

Formen und Ursachen von Schwerhörigkeit
Zu den häufigsten Formen der Schwerhörigkeit zählen die Alters- und die Lärmschwerhörigkeit. Liegt die Ursache im Gehörgang oder Mittelohr, handelt es sich um eine Schallleitungs-Schwerhörigkeit. Ist jedoch die Funktion der Hörsinneszellen im Innenohr betroffen, spricht man von einer Schallempfindungs-Schwerhörigkeit.
Schallleitungs-Schwerhörigkeit
Bei einer Schallleitungs-Schwerhörigkeit ist die Übertragung des Schalls zum Innenohr behindert. Dies kann z. B. durch Verwachsungen im Gehörgang oder andere Erkrankungen verursacht werden. Mögliche Auslöser für eine Schallleitungs-Schwerhörigkeit sind u. a. Mittelohrentzündung, ein Loch im Trommelfell oder auch Otosklerose (Ablagerungen an der Gehörknöchelchen-Kette).
Schallempfindungs-Schwerhörigkeit 
Eine Hauptform der Schallempfindungs-Schwerhörigkeit ist die altersbedingte Hörminderung. Die Funktion der Haarsinneszellen kann sich mit zunehmendem Alter verschlechtern. Dadurch kommt es zu Hörminderungen, die bereits ab dem 50. Lebensjahr auftreten können. Eine weitere Ursache für Schallempfindungs-Schwerhörigkeit ist die Beeinträchtigung durch Lärm. Die Lärmbelastung im Alltag nimmt stark zu und ist in Deutschland eine der häufigsten Auslöser von Berufskrankheiten.
Wann sollte man zu einem Hörakustiker oder HNO-Arzt gehen?
Viele Menschen behelfen sich bei Schwerhörigkeit lange Zeit und greifen erst sehr spät zu einem Hörsystem. "Zu früh" gibt es in einem solchen Fall nicht, "zu spät" allerdings durchaus.

Eine Hörminderung stellt sich schleichend ein, man gewöhnt sich daran, bestimmte Dinge nicht mehr zu hören. Viele Menschen mit Hörminderung finden sich zunächst damit ab, z. B. Unterhaltungen bei Nebengeräuschen nicht mehr richtig folgen zu können.

Eine längerfristig unversorgte Hörminderung hat zur Folge, dass sich die nicht mehr genutzten Nervenbahnen für die Hörwahrnehmung im Gehirn zurückentwickeln und das Hören nach einer Hörsystem-Versorgung mühsam erst wieder gelernt werden muss. Eine frühzeitige Versorgung mit Hörsystemen kann den Verlauf einer Hörminderung positiv beeinflussen.
Hörsysteme sind heute klein, schick und weit mehr als einfache Hörverstärker. Lernen Sie die Welt modernen Hörens kennen.
Ein Hörverlust lässt sich in der Regel  mit modernen Hörsystemen sehr gut ausgleichen. Was ist der erste Schritt und wie läuft eine Hörsystem-Versorgung ab? Hier erfahren Sie mehr.