Pressemeldungen

12.11.2008

Hörsysteme: Frühes Eingreifen schützt das Gehör

Je eher, desto besser. Das gilt auch für die Versorgung mit Hörsystemen. Denn wenn ein Hörverlust erst nach langer Zeit ausgeglichen wird, muss das Gehirn wieder „erlernen“, die wahrgenommen Laute richtig einzuordnen.

Manchmal wird das Hörvermögen von heute auf morgen schlechter, zum Beispiel durch einen Hörsturz oder eine Infektion. Doch das ist eher selten. In den meisten Fällen „schleicht“ sich eine Hörminderung nach und nach in unser Leben. Mal wird die Klingel überhört, mal der Fern-sehmoderator nicht verstanden. Familienfeiern oder Veranstaltungen werden gemieden, weil „alle so nuscheln“ und man nachfra-gen müsste, um das Gesagte zu verstehen.

Trotz mancher Signale wollen es viele Menschen nicht wahrhaben, wenn ihr Gehör schwächer wird. Lieber ziehen sie sich aus der Gesellschaft zurück und bleiben zu Hause. Einsamkeit und Depressionen sind deshalb häufige Folgen einer Hörminde-rung. Experten raten daher dringend, eine Hörminderung so früh wie möglich ver-sorgen zu lassen. Je eher die Betroffenen etwas unternehmen, desto besser.

„Aber mein Gehör wird doch besser trainiert, wenn es sich noch richtig anstrengen muss, das Gehörte auch zu verstehen! Ein Hörsystem verwöhnt es doch nur.“ Dies ist ein häufiger Irrglaube. Das Gegenteil trifft zu. Im Laufe des Lebens verlieren die Haarsinneszellen im Ohr an Kraft und können nicht mehr genügend Impulse an das Gehirn geben – egal, wie sehr sich die Härchen oder das Gehirn anstrengen. Das Gehirn „vergisst“ dann auf Dauer bestimmte Töne und Laute.

Dem lässt sich durch Hörsysteme entgegen wirken. Je eher eine Anpassung erfolgt, desto erfolgreicher und besser verläuft sie – und desto weniger anstrengend ist es für das Gehirn, da die Laute noch vertraut sind und nicht neu erlernt werden müssen.

(Zeichen: 1.807)

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