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12.11.2008

Hörtraining – ein Garant für gutes Hören

Menschen mit Hörminderungen benötigen häufig sieben bis zehn Jahre bis der Entschluss fällt, das geschädigte Gehör mit Hörsystemen zu unterstützen. Damit dieser Schritt den gewünschten Nutzen erzielt, ist neben einer fachgerechten Anpassung beim Hörgeräteakustiker ein spezielles Hörtraining ein Garant für gutes Hören mit modernen Hörsystemen.
Nach erfolgreicher Anpassung der Hörsysteme muss die zurück gewonnene Hörwelt erst wieder neu erlernt und erfasst werden, damit das Gehirn die Potenziale zur Entschlüsselung erneut aufbauen kann. Menschen mit gesundem Gehör fällt es leicht, wichtige von unwichtigen akustischen Informationen zu unterscheiden. Liegt eine Hörminderung vor, die mit Hilfe von Hörsystemen ausgeglichen wird, müssen die Betroffenen diese Unterschiede erst neu lernen, um das Gehörte wieder zu verstehen.

Digitale Hörsysteme unterstützen diese Entschlüsselung: Aus den unterschiedlichsten Höreindrücken selektieren sie automatisch wertvolle akustische Informationen wie Sprache und blenden Störgeräusche aus. Hörgeräteakustiker begleiten diesen Prozess, indem sie z. B. nach der individuellen Anpassung der Hörsysteme mit den Betroffenen ein auf die Bedürfnisse abgestimmtes Hörtraining durchführen. Es dient als Hilfestellung, um die Flut von Höreindrücken optimal zu bewältigen und sich schnellstmöglich an die neue Hörsituation zu gewöhnen.

Ziele eines Hörtrainings sind:

• Gewöhnung an das alltägliche Geräuschumfeld
• Identifizierung von Nutz- und Störgeräuschen
• Verbesserung der Sprachverständlichkeit
• Schulung des Richtungshörens
• Stärkung der Hörkonzentration
• Ausbau und Festigung der Hörerinnerung
• Erfassen des subjektiven Hörerfolgs

Der Ablauf eines Hörtrainings wird je nach Bedarf des Hörgeräte-Trägers bestimmt. Das Hörtraining kann als Einzel- oder Gruppentraining bei einem Audiotherapeuten oder Hörgeräteakustiker durchgeführt werden.

Inhalte eines Hörtrainings können sein:

• Bewusstmachen der Hörentwöhnung und Wahrnehmung von Alltagsgeräuschen, wie klingt beispielsweise das Rascheln der Tageszeitung?
• Hörtaktik, z. B. bewusste Sitzplatzwahl für optimales Hören
• Erkennen unterschiedlicher Tonhöhen und Tonlautstärken im Vergleich
• Konsonantenhören, d. h. die Unterscheidung ähnlich klingender Wörter wie „Haus“ und „Haut“, „Laus“ und „Laut“ werden trainiert

Die Erfahrungen zeigen, dass das Hörtraining beim Hörgeräteakustiker in der Regel innerhalb von sechs bis acht Wochen erfolgreich abgeschlossen werden kann.


(Zeichen: 2.525)

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Hörtraining – ein Garant für gutes Hören