Pressemeldungen 2008

08.04.2008

Jeder Mensch hört anders

Beispiel Widex micro: Hörsysteme übernehmen wichtige Aufgaben des Gehörs. Stuttgart, 8. April 2008 – Beim Konzert die höchsten Töne hören, in lebhaften Situationen stets alles Wichtige mitbekommen und im Straßenverkehr Geräusche schnell zuordnen können – für unsere Ohren normalerweise kein Problem. Anders sieht es aus, wenn die Hörfähigkeit nachlässt. Hier übernehmen dann Hörsysteme die anspruchsvollen Aufgaben des Ohrs. Wie kann das funktionieren? Morten Kroman, Entwicklungsleiter bei Widex Hörgeräte in Dänemark, erläutert anhand der neuen Design-Hörsystemserie micro, wie moderne Hörsysteme arbeiten.
„Es ist eine der größten Herausforderungen bei der Entwicklung von Hörgeräten, alle Komponenten und Informationen in einem Gerät unterzubringen“, betont Morten Kroman. Zu analogen Zeiten dienten Hörgeräte vorrangig als Schallverstärker.

Dann entwickelte Widex als erster Hörgerätehersteller weltweit ein voll digitales Gerät. „Dies war der erste Schritt in der Entwicklung adaptiver Hörgeräte, die zwischen lauten und leisen Signalen unterschieden“, berichtet Morten Kroman. Zentrale Komponenten eines Hörgeräts sind das Mikrofon, der Verstärker, der Lautsprecher und die Batterie. Ihr Zusammenspiel ist ebenso umfangreich wie faszinierend: Das Mikrofon erfasst Schallsignale und wandelt sie in elektrische Signale um, diese werden über einen Analog-/Digital-Wandler in einen Zahlen-Code umgewandelt und zur Verarbeitung dem digitalen Verstärker (Prozessor) zur Verfügung gestellt. Danach wird die bearbeitete Information dem Lautsprecher zugeführt, der die digitale Information in Schallsignale rückwandelt – denn nur die kann der Träger auch hören. „Besonders wichtig für komfortables Hören in jeder Situation ist beispielsweise die Leistungsstärke des Mehrfach-Mikrofonsystems. Das Widex micro IN-m bearbeitet diese Information in 15 Kanälen, das bedeutet selektives Sprachverstehen von vorn und ringsum, also 360 Grad“, so der Entwicklungsleiter.

Ausgereifte Technik ist dennoch nur der halbe Erfolg, wirklich gute Hörerlebnisse lassen sich ausschließlich gemeinsam mit dem Träger des Hörgeräts erreichen: „Um das individuelle Hörvermögen zu optimieren, müssen wir viel über das Leben des Menschen wissen, der die Geräte trägt: Geht er oft ins Theater? Nimmt er häufig an Besprechungen teil? Eine Vielzahl von Alltagssituationen und die speziellen Bedürfnisse des Trägers werden in Widex micro programmiert, wodurch das Hörsystem individuell auf den jeweiligen Träger zugeschnitten wird“. Die Hörsysteme helfen, die jeweilige Hörumgebung zu identifizieren, stellen Daten für die Hörsituation bereit und passen die Signale im Hörsystem entsprechend an. Das macht Widex micro für jeden Menschen einmalig. Der Träger wählt das für die jeweilige Hörsituation optimale Programm schnell, einfach und diskret mit einer Fernbedienung.

Rückkopplungen galten früher als größte Herausforderung von Hörgeräten. Dem schrillen Pfeifen hat Widex ein ausgefeiltes Rückkopplungs-Management entgegengesetzt. „Damit lässt sich bereits der Beginn des Pfeifens verhindern, etwa wenn der Träger den Telefonhörer nahe ans Hörsystem hält“, erläutert Morten Kroman. Auch an der Unterdrückung von Störlärm und der naturnahen Klangqualität haben die Entwickler intensiv geforscht.

Das neue Widex micro gibt es im unteren, mittleren und gehobenen Preissegment der Hörgeräte: Als Inteo-m, AIKIA-m und Flash-m. Der Ausstattungsumfang variiert je nach Anspruch, auf höchstem Niveau. In allen Widex micro Hörsystemen befindet sich das Energieoptimierungs-System, welches den Stromverbrauch der Hörgeräte bemerkenswert niedrig hält.

(Zeichen: 3.630)

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Pressetext:
Jeder Mensch hört anders
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Das Hörsystem Widex micro ist in drei Klassen für verschiedene Hörminderungen erhältlich